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Die Nadel im Heuhaufen finden

HEERBRUGG Bei der Betriebsbesichtigung der Firma „Projectina“ AG vom 3. Mai, erfuhren die Mitglieder der FDP Au/Heerbrugg wie den Verbrechern das Leben schwer gemacht wird. Geschäftsführer Wolfgang Stefanelli freute sich, dass seit der Gründung der Firma im Jahre 1946 alle Geräte am Standort Heerbrugg entwickelt, hergestellt und zusammengebaut werden. War die Firma ursprünglich auf die Textilprüfung fokussiert, so stehe heute die Kriminaltechnik im Zentrum. „Wir wollen mit unseren Instrumenten und Werkzeugen die Organisationen bei der Aufklärung von Verbrechen unterstützen“, unterstrich der Geschäftsführer. In der Schweiz sei die Kriminaltechnik ein kleiner Markt. „Wir exportiere jedoch in 124 Länder“, führt Stefanelli weiter aus.
Auf grosses Interesse stiess bei der Besucherschaft die Demonstration der Analysegeräte. Mit diesen werden Pässe, Banknoten, Sicherheitspapieren und vieles mehr auf ihre Echtheit geprüft. Dabei betonte Fachmann Martin Lindenau: Bei unseren Geräten zählen die inneren Werte. Je nach was gesucht wird, stehen Tausende Möglichkeiten zur Verfügung. Für Vergleichsuntersuchungen von Werkzeug- und Schusswaffenspuren habe die Firma ein zweites Standbein aufgebaut. Es sind die Vergleichsmakroskopen, welche vor allem in Amerika zum Einsatz kämen.
Um die Kriminaltechniker bei der Spurensuche am Tatort und deren Auswertung im Labor zu unterstützen, gehört auch ein Sortiment an Produkten für die Spurensicherung zum Angebot. „Gehe es darum ein Verbrechen aufzuklären müssten Schuhspuren, Körperflüssigkeit, Fingerabdrücke und vieles Mehr sichere Beweise sein, sonst sind sie vor Gericht nicht brauchbar“, hielt Lindenau fest. „Mit den speziellen Mikroskopen und entsprechenden Lampen kann alles gefunden werden, es ist lediglich eine Frage der Zeit“, führte er weiter aus. Beim Rundgang fiel auf, dass die Firma über einen Reinraum verfügt. Dazu Geschäftsführer Stefanelli:“ Ergänzend zum Produktesortiment für die Kriminaltechnik stellen wir auch optische Geräte her. Alle Objektive für diese Geräte werden im Reinraum zusammengebaut.“ Insgesamt beschäftigt die Firma 40 Mitarbeitenden 95 Prozent sind gelernte Berufsleute. (pd)

Fotolegi: Martin Lindenau erklärt wie Dokumente auf ihre Echtheit geprüft werden. Foto pd