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Brückensperrung ist ein Muss

An der Veranstaltung der beiden FDP Ortsparteien Au-Heerbrugg und Berneck betonte Zollinspektor Walter Portmann: „Für die Sanierung der Rheinbrücke zwischen Au und Lustenau im Sommer 2016 ist eine Vollsperrung für rund acht Wochen ein Muss.“

AU Dank der Initiative der Auer FDP Präsidentin Judith Pizzingrilli erhielten am vergangenen Mittwochabend über 30 Interessierte einen vertieften Einblick in die vielfältige Arbeit der Grenzwacht und des zivilen Zolls. 1600 Lastkraftwagen (LKW) passieren täglich den Zoll in Au mit Einfuhren, 1700 Führen Waren ins Vorarlberg aus. Der grenzüberschreitende Schwerverkehr bringt täglich Einnahmen von 3,5 Mio. Franken. Zu den LKW passieren pro Tag rund 1300 Personenwagen den Zoll in Au. Die Zollfachleute legen grosses Augenmerk auf die Sicherheit, führte Portmann aus. Im vergangenen Jahr seien pro Arbeitstag sechs LKW wegen gravierenden Sicherheitsmängel, oder Chauffeuren im fahruntauglichen Zustand, aus dem Verkehr genommen worden. Erschwerend für die Arbeit der Zollfachleute seien die schlechte Verkehrsinfrastruktur und die starke Verkehrszunahme. Für Portmann persönlich sei der Personalabbau von 16 Prozent eine grosse Herausforderung. Er sei froh, dass die Realisierung des LKW Zollhofs in St.Margrethen bei der eidgenössischen Zollverwaltung erste Priorität habe. Die Sanierung der Rheinbrücke zwischen Au und Lustenau werde im Juli 2016 in Angriff genommen. Während acht Wochen müssen die Brücke total gesperrt werden. Gelichzeitig würden in Lustenau die Kreuzung und der Engelkreisel umgebaut. Der grenzüberschreitende Verkehr werde auf die verschiedenen Rheintaler Grenzübergänge verteilt. Es gebe eine Verlagerung von 1200 LKW pro Tag. Sehr viele von diesen werden in Wolfurt abgefertigt und über Mäder- Kriessern gelenkt. Die meisten Personenwagen aus Dornbirn fahren bei der Sperrung über Höchst-St. Margrethen weiter Richtung St.Gallen. Vermehrte Zollabfertigungen gebe es in Hohenems-Diepoldsau. Damit die neue Verkehrsregelung zum klappen kommt, werden Verkehrslotsen eingesetzt. Zudem gebe es eine enge Zusammenarbeit mit dem Transportgewerbe. (pd)

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Bildlegi: Aufmerksame Zuhörer im Engelsaal. (Foto pd)

Kriminalgeschichte fasziniert FDP

ST.GALLEN Kein Wegweiser, keine Tafel mit Öffnungszeiten, nur eine unscheinbare Tür gegenüber der Medientribüne des Kantonsratssaals. Dahinter verbirgt sich auf 100 Quadratmetern seit 1966 ein buntes Sammelsurium: Vitrinen voller Pistolen, Drogenutensilien, falsche Tausendernoten, Einbruchs-Werkzeuge, ein aufgeschweisster Tresor. An den Wänden hängen Jagd-Trophäen von Wilderern, grausige Fotos von Verbrechens-Tatorten, präparierte Finger- und Fussabdrücke. So vielfältig wie die Exponate sind auch die Geschichten, die sich dahinter verbergen. Die Mitglieder der beiden FDP Ortsparteien Berneck und Au/Heerbrugg waren fasziniert von dem was sie sahen und noch mehr von den  Geschichten die ihnen „Museumswärter“ Hans Peter Eugster kompetent und interessant schilderte. So zum Beispiel die Geschichte des Widnauers Textilfabrikanten Fehr, der seine Frau mit einem Pickel ermordete, weil er das Geld ihrer Lebensversicherung wollte. Oder jener Tresorknacker der bei seiner «Arbeit» immer Schuhe mit aufgeklebten kleinen Sohlen trug. Die Spuren führten die Ermittler in die Irre. Doch die Polizei kam dem Tresorknacker auf die Schliche.

 

Betrug am Bancomat

Aufmerksamkeit bei den Besuchenden weckte auch ein Bankomat, an dem das betrügerische «Skimming» demonstriert wurde. Die Kamera, die die Eingabe des Codes filmt, ist so klein wie ein Stecknadelkopf. Haben die Betrüger die Kartendaten und den Code einmal in der Hand, dauert es laut Eugster nur vier Stunden, bis mit einer illegalen Zweitkarte in den USA oder in Südamerika Geld abgehoben wird. Eugster kümmert sich seit gut sechs Jahren um die Erhaltung des Museums. Er entschloss sich damals Ordnung in die Sammlung zu bringen und alle Geschichten mit den dazugehörenden Gegenständen zu sortieren. «Es war ein riesiger Aufwand. Und fertig bin ich noch immer nicht», sagt Eugster, der seit 37 Jahren bei der Polizei ist. Manchmal könne er sich von den Geschichten kaum losreissen: «Es ist schon vorgekommen, dass ich Gegenstände mit nach Hause genommen habe und dann dort noch weiter recherchiert habe», so Eugster, der mittlerweile bei der Kriminalprävention tätig ist. (pd)

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Bildlegi: Interessiert folgten die FDP Mitglieder den Schilderungen von Hans-Peter Eugster. Bild Marcel Manser

Rheintaler Qualität

REBSTEIN Gegen 25 Mitglieder der FDP Ortsparteien Au/Heerbrugg und Berneck nutzten kürzlich die Gelegenheit Wissenswertes über den Gemüseverarbeitungsbetrieb „ProVerda“ in Rebstein zu erfahren. Stefan Britschgi, Verwaltungsratspräsident von „ProVerda“ führte die interessierten Besucher durch seinen Betrieb. Britschgi betonte:“ Mit der Herstellung von gesunden, markt- und gesetzeskonformen Lebensmitteln erbringen wir für unsere Partner einen bedürfnisorientierte Marktleistung. Als Drehscheibe für Gemüse und Früchte aus dem Rheintal und angrenzender Gebiete übernimmt „ProVerda“ hochwertige Produkte von ausgewählten Produzenten. Das Gemüse wird fachgerecht gelagert und auch nach den Wünschen der Kunden aufbereitet, verpackt und mit eigenen Lastwagen an die Bestimmungsorte geliefert. Zu den Kunden von „ProVerda“ gehören Grossverteiler, Grosshändler, Spitäler und die Nahrungsmittelindustrie.“

Frische bedingt Schnelligkeit

Nach der Ernte bestimmen Temperatur und Luftfeuchtigkeit, ob das Gemüse knackig und frisch bleibt. Von grosser Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Schnelligkeit. 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rüsten während der Sommermonate frisches Gemüse, das früh am Morgen direkt ab dem Feld nach Rebstein geliefert wird. Sie rüsten, verarbeiten und verpacken die gesunden Vitaminspender. In der Winterzeit wird Lagergemüse weiterverarbeitet, das im Herbst sofort nach der Ernte in modernste Kühllager professionell eingelagert wird. So ist garantiert, dass auch in den Wintermonaten knackiges Schweizer Gemüse angeboten werden kann. Bei der Führung durch den Betrieb beeindruckte die FDP Besucherschaft der grosse Maschinenpark. Wegen der hohen Aussentemperatur war die Besichtigung der Kühlanlage eine willkommene Abwechslung. 6,5 Tausend Tonnen Gemüse werden pro Jahr entsprechend den Kundenwünschen verarbeitet. „Es war ein mutiger Schritt den ehemaligen Landverband per 01. Januar 2013 zu übernehmen“, betonte Stefan Britschgi. Ihm sei es ein Anliegen gewesen die Schliessung der damaligen Gemüsezentrale zu verhindern. Einigkeit herrschte beim anschliessenden offerierten Imbiss darüber: Nationalratskandidat Stefan Britschgi ist ein Unternehmer, dem das Wohl der Bevölkerung am Herzen liegt. (pd)

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Bildlegi: Nationalratskandidat und ProVerda Inhaber Stefan Britschgi zeigt den Besuchern vorverarbeitete Kohlrabi.

Kürzungen hautnah miterlebt

Über 30 Mitglieder der FDP Ortsparteien Berneck, Au/Heerbrugg waren am vergangenen Dienstag live dabei, als der Nationalrat die Finanzausgleichszahlungen an die Ostschweiz kürzte.

BERNECK/AU/HEERBRUGG Mit der Idee das Geschehen im Bundeshaus live mitzuverfolgen erzielte Organisatorin Helga Klee einen Volltreffer. Die Debatte im Nationalrat war äusserst spannend. Denn es ging um den Ressourcen- und Lastenausgleich (NFA)  zwischen Bund und Kantonen für die Jahre 2016 – 2019. Ein umstrittenes Geschäft zwischen Geber- und Nehmerkantonen. Die Geber Kantone unterstützen seit 2008 zusammen mit dem Bund die ressourcenschwachen Kantonen, dazu gehören alle Ostschweizer Kantone, mit jährlich 2,15 Mia an Ausgleichszahlungen. Das war den Geberkantonen zu viel. Sie fanden für ihren Kürzungsantrag in der Höhe von134 Mio. Franken eine Mehrheit. Das heisst für den Kanton St.Gallen, dass er 37,8 Mio. Franken weniger an Ausgleichszahlungen bekommt. Eine bittere Pille, gehören doch die Ostschweizer Kantone zu den sparsamen und das bei der Einführung des NFA formulierte Ziel erst teilweise erreicht ist. Bestraft wurde nun auch mit dem Segen der St.Galler Nationalrätinnen Claudia Friedl, SP, Yvonne Gilli, Grüne, Margrith Kessler GLP und dem SVP Mann Thomas Müller. Toni Brunner und Lucrezia Meier-Schatz waren abwesend. Dass der Nationalrat eher so stimmt wie es die Parteien empfehlen, dafür lieferte das Abstimmungsresultat den besten Beweis. Kopfschütteln bei den Rheintalern löste vor allem das Stimmverhalten von SVP Mann Thomas Müller aus. Er will ja bekanntlich in den Ständerat, jenem Rat, der sich stark macht für die Kantone. Trotzdem folgte er der Devise seiner Partei.

Nervenzentrum der Schweiz

Bei der Fragestunde mit Nationalrat Walter Müller und Ständerätin Karin Keller-Sutter bestätigte Keller-Sutter, dass der Ständerat, der eben für die Kantone schaut, sich  schon einmal gegen die Kürzung ausgesprochen habe. Als Standes Vertreterin sei es für sie klar, dass sie ihre Meinung nicht ändere. Walter Müller, der ebenfalls gegen die Kürzung gestimmt hat, hofft nun auf die Korrektur des Ständerates, der das Geschäft nun nochmals beraten wird. Als Direktbetroffene von Mindereinnahmen im Kantonshaushalt schlossen sich die Rheintaler Besucher dieser Meinung an. Karin Keller-Sutter erklärte anschliessend das laufende Geschäft in ihrem Rat. Es ging am Dienstag um die Weiterentwicklung der Armee. Die Eintretensdebatte zeigte, dass die Mitglieder des Ständerates die Bedeutung der Armee hoch gewichten. Ob allerdings die Kürzung des Armeebestandes verhindert werden kann, das wurde bezweifelt

Architektonischer Mittelpunkt

Spannend waren auch die Ausführungen zur Kuppelhalle durch Catherine Ochsenbein von den Parlamentsdiensten. Vor der herrschaftlichen Treppe, die zu den Sälen des Parlamentes führt, durchschritten die Rheintalerinnen und Rheintaler die zentrale Kuppelhalle. Dabei sahen sie zahlreiche symbolische Darstellungen zur Schweizer Geschichte. Dazu gehören das Denkmal der drei Eidgenossen, die den Bundeseid leisteten (Werner Stauffacher, Walter Fürst, Arnold von Melchtal). Vier Landsknechte, welche bei dne Treppenaufgängen die die vier Landessprachen verkörpern. Gegenüber der Rütli-Gruppe befindet sich ein Relief über die Herkunft der Schweizer. In den Nischen stehen Winkelried als Symbol der Opferbereitschaft und Niklaus von der Flüe als Symbol der Versöhnlichkeit. Die Glaskuppel darüber zeigt die eidgenössischen Wappen der 22 Kantone. Das Wappen des neuen Kantons Juras mit dem Gründungsjahr (1978) ist daneben angebracht. Die vier Fenster stellen die Landesregionen und deren wirtschaftliche Tätigkeiten dar. Selbstverständlich durfte beim Ostschweizer Fenster die St.Galler Stickerei nicht fehlen. Die Besuchergruppe ging mit Ochsenbein einig. Die Kuppelhalle ist der architektonische Mittelpunkt des Bundeshauses. Sie wurde aus 15 verschiedene Gesteinssorten verarbeitet; hauptsächlich Kalksteine, (aus Staad) aber auch Marmor und Granit. (pd)

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Bildlegi: Die Besuchergruppe aus dem Rheintal in der Kuppelhalle: mit vorne von l. nach r: Nationalratskandidatin Isabel Schorer, Ständerätin Karin Keller-Sutter, Nationalrat Walter Müller und Nationalratskandidatin Kathrin Metzler. Foto pd

Keine soziale Hängematte

P1010142An der Hauptversammlung der FDP Ortspartei Au/Heerbrugg zeigte Thomas Pfeifer, Leiter der Sozialen Dienste eindrücklich auf, dass Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, kein Luxusleben führen können. Sämtliche Traktanden wurden diskussionslos genehmigt. 
AU-HEERBRUGG Der neue Vorstand hat im vergangen Jahr bewiesen, dass er gut zusammenarbeitet und mit Judith Pizzingrilli von einer initiativen Präsidentin geführt wird. 
Sie betonte in ihrem Jahresbericht, dass der überraschende Rücktritt von Gemeindepräsident Stefan Suter, damit verbunden die Suche nach einer neuen Person für das Gemeindepräsidium, ein gerütteltes Mass an Arbeit brachte. Unzählige Stunden hätten Hanspeter Stäheli und die Präsidentin zusammen mit den Delegationen von CVP und SVP Anforderungsprofile bearbeitet, Bewerbungen gesichtet und mit Kandidierenden Gespräche geführt. „Das Resultat ist bekannt, unser Kandidat unterlag deutlich. Wir hoffen, dass der neue Präsident die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen kann“, unterstrich die Vorsitzende. Mit Standaktionen an der Auer Kilbi und am Heerbrugger Herbstmarkt wurde das Gespräch mit der Bevölkerung gesucht und für die Spitalvorlagen geworben. Das Abstimmungsresultat war an Deutlichkeit nicht mehr zu schlagen. Der Aufwand hat sich also gelohnt, freute sich die Präsidentin. 
Die gut besuchte Besichtigung der Firma Biodenta in Berneck, ein Grillabend im Oberfahr, bei dem Hanspeter Scherrer Tipps für ein gutes Gelingen gab, und der Besuch der Kerzenfabrik Hongler boten Gelegenheit die Geselligkeit zu pflegen. Die Anlässe wurden von der Ortspartei Berneck organisiert. 
Schweiz-Eu: wie weiter
Diese Frage stand im Zentrum der kantonalen Toggenburger Tagung. Staatssekretär Yves Rossier, Schweizer Chefunterhändler in Brüssel zeigte die laufenden Prozesse auf,  nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative. Er verschwieg nicht, dass sich das Verhandlungsklima nach dieser Abstimmung abgekühlt habe. Für das laufende Jahr steht am 10. März der Besuch der Session im Bundeshaus Bern vor der Türe. Am 06. Juli verspricht die Betriebsbesichtigung von pro Verde in Rebstein ein tolles Programm.
Die Jahresrechnung 2014 schliesst mit Mehrausgaben von 868 Franken ab. Diese resultieren aus den Kosten für den Wahlflyer für die Ergänzungswahl in die GPK der Primarschulgemeinde. Der Jahresbeitrag bleibt unverändert bei Fr. 50.- für Einzelmitglieder und Fr. 70.- für Ehepaare. 
Kein Wohlfühlprogramm
Thomas Pfeifer gab den Versammelten Einblick in die Tätigkeit der Sozialen Dienste Au und beantwortete Fragen. Er wies darauf hin, dass es auf dem Gemeindegebiet sehr schwierig sei günstigen Wohnraum zu finden. Für eine dreiköpfige Familie dürfe der Mietzins nicht höher als 1200 Franken sein. Der Grundbedarf, also Nahrung, Telefon, Radio- TV Gebühren, Kleidung, Wasch- Putzmittel, Kosmetika, Zeitungsabo würden für drei Personen mit 1818 Franken vergütet. „Eine dreiköpfige Familie, welche mit 3018 Franken pro Monat auskommen muss, kann wahrlich kein Luxusleben führen, unterstrich Pfeife. Er betonte, dass die Armut bekämpft werden müsse und nicht die Armen. Als Gründe für die Abhängigkeit von der Sozialhilfe nannte er Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Suchtprobleme, Alleinerziehende, Working Poor. 30 Prozent der Sozialhilfe Bezüger in Au sind Jugendliche. Im Jahr 2014 waren 216 Personen in der Sozial-und oder Sucht Beratung. Pfeifer wünscht sich einen respektvollen und menschlichen Umgang mit Menschen, die auf Hilfe der öffentlichen Hand angewiesen sind. (pd)

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Aufmerksame Zuhörer an der HV der FDP Ortspartei Au/Heerbrugg. (Foto pd)