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Rheintaler Qualität

REBSTEIN Gegen 25 Mitglieder der FDP Ortsparteien Au/Heerbrugg und Berneck nutzten kürzlich die Gelegenheit Wissenswertes über den Gemüseverarbeitungsbetrieb „ProVerda“ in Rebstein zu erfahren. Stefan Britschgi, Verwaltungsratspräsident von „ProVerda“ führte die interessierten Besucher durch seinen Betrieb. Britschgi betonte:“ Mit der Herstellung von gesunden, markt- und gesetzeskonformen Lebensmitteln erbringen wir für unsere Partner einen bedürfnisorientierte Marktleistung. Als Drehscheibe für Gemüse und Früchte aus dem Rheintal und angrenzender Gebiete übernimmt „ProVerda“ hochwertige Produkte von ausgewählten Produzenten. Das Gemüse wird fachgerecht gelagert und auch nach den Wünschen der Kunden aufbereitet, verpackt und mit eigenen Lastwagen an die Bestimmungsorte geliefert. Zu den Kunden von „ProVerda“ gehören Grossverteiler, Grosshändler, Spitäler und die Nahrungsmittelindustrie.“

Frische bedingt Schnelligkeit

Nach der Ernte bestimmen Temperatur und Luftfeuchtigkeit, ob das Gemüse knackig und frisch bleibt. Von grosser Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Schnelligkeit. 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rüsten während der Sommermonate frisches Gemüse, das früh am Morgen direkt ab dem Feld nach Rebstein geliefert wird. Sie rüsten, verarbeiten und verpacken die gesunden Vitaminspender. In der Winterzeit wird Lagergemüse weiterverarbeitet, das im Herbst sofort nach der Ernte in modernste Kühllager professionell eingelagert wird. So ist garantiert, dass auch in den Wintermonaten knackiges Schweizer Gemüse angeboten werden kann. Bei der Führung durch den Betrieb beeindruckte die FDP Besucherschaft der grosse Maschinenpark. Wegen der hohen Aussentemperatur war die Besichtigung der Kühlanlage eine willkommene Abwechslung. 6,5 Tausend Tonnen Gemüse werden pro Jahr entsprechend den Kundenwünschen verarbeitet. „Es war ein mutiger Schritt den ehemaligen Landverband per 01. Januar 2013 zu übernehmen“, betonte Stefan Britschgi. Ihm sei es ein Anliegen gewesen die Schliessung der damaligen Gemüsezentrale zu verhindern. Einigkeit herrschte beim anschliessenden offerierten Imbiss darüber: Nationalratskandidat Stefan Britschgi ist ein Unternehmer, dem das Wohl der Bevölkerung am Herzen liegt. (pd)

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Bildlegi: Nationalratskandidat und ProVerda Inhaber Stefan Britschgi zeigt den Besuchern vorverarbeitete Kohlrabi.

Kürzungen hautnah miterlebt

Über 30 Mitglieder der FDP Ortsparteien Berneck, Au/Heerbrugg waren am vergangenen Dienstag live dabei, als der Nationalrat die Finanzausgleichszahlungen an die Ostschweiz kürzte.

BERNECK/AU/HEERBRUGG Mit der Idee das Geschehen im Bundeshaus live mitzuverfolgen erzielte Organisatorin Helga Klee einen Volltreffer. Die Debatte im Nationalrat war äusserst spannend. Denn es ging um den Ressourcen- und Lastenausgleich (NFA)  zwischen Bund und Kantonen für die Jahre 2016 – 2019. Ein umstrittenes Geschäft zwischen Geber- und Nehmerkantonen. Die Geber Kantone unterstützen seit 2008 zusammen mit dem Bund die ressourcenschwachen Kantonen, dazu gehören alle Ostschweizer Kantone, mit jährlich 2,15 Mia an Ausgleichszahlungen. Das war den Geberkantonen zu viel. Sie fanden für ihren Kürzungsantrag in der Höhe von134 Mio. Franken eine Mehrheit. Das heisst für den Kanton St.Gallen, dass er 37,8 Mio. Franken weniger an Ausgleichszahlungen bekommt. Eine bittere Pille, gehören doch die Ostschweizer Kantone zu den sparsamen und das bei der Einführung des NFA formulierte Ziel erst teilweise erreicht ist. Bestraft wurde nun auch mit dem Segen der St.Galler Nationalrätinnen Claudia Friedl, SP, Yvonne Gilli, Grüne, Margrith Kessler GLP und dem SVP Mann Thomas Müller. Toni Brunner und Lucrezia Meier-Schatz waren abwesend. Dass der Nationalrat eher so stimmt wie es die Parteien empfehlen, dafür lieferte das Abstimmungsresultat den besten Beweis. Kopfschütteln bei den Rheintalern löste vor allem das Stimmverhalten von SVP Mann Thomas Müller aus. Er will ja bekanntlich in den Ständerat, jenem Rat, der sich stark macht für die Kantone. Trotzdem folgte er der Devise seiner Partei.

Nervenzentrum der Schweiz

Bei der Fragestunde mit Nationalrat Walter Müller und Ständerätin Karin Keller-Sutter bestätigte Keller-Sutter, dass der Ständerat, der eben für die Kantone schaut, sich  schon einmal gegen die Kürzung ausgesprochen habe. Als Standes Vertreterin sei es für sie klar, dass sie ihre Meinung nicht ändere. Walter Müller, der ebenfalls gegen die Kürzung gestimmt hat, hofft nun auf die Korrektur des Ständerates, der das Geschäft nun nochmals beraten wird. Als Direktbetroffene von Mindereinnahmen im Kantonshaushalt schlossen sich die Rheintaler Besucher dieser Meinung an. Karin Keller-Sutter erklärte anschliessend das laufende Geschäft in ihrem Rat. Es ging am Dienstag um die Weiterentwicklung der Armee. Die Eintretensdebatte zeigte, dass die Mitglieder des Ständerates die Bedeutung der Armee hoch gewichten. Ob allerdings die Kürzung des Armeebestandes verhindert werden kann, das wurde bezweifelt

Architektonischer Mittelpunkt

Spannend waren auch die Ausführungen zur Kuppelhalle durch Catherine Ochsenbein von den Parlamentsdiensten. Vor der herrschaftlichen Treppe, die zu den Sälen des Parlamentes führt, durchschritten die Rheintalerinnen und Rheintaler die zentrale Kuppelhalle. Dabei sahen sie zahlreiche symbolische Darstellungen zur Schweizer Geschichte. Dazu gehören das Denkmal der drei Eidgenossen, die den Bundeseid leisteten (Werner Stauffacher, Walter Fürst, Arnold von Melchtal). Vier Landsknechte, welche bei dne Treppenaufgängen die die vier Landessprachen verkörpern. Gegenüber der Rütli-Gruppe befindet sich ein Relief über die Herkunft der Schweizer. In den Nischen stehen Winkelried als Symbol der Opferbereitschaft und Niklaus von der Flüe als Symbol der Versöhnlichkeit. Die Glaskuppel darüber zeigt die eidgenössischen Wappen der 22 Kantone. Das Wappen des neuen Kantons Juras mit dem Gründungsjahr (1978) ist daneben angebracht. Die vier Fenster stellen die Landesregionen und deren wirtschaftliche Tätigkeiten dar. Selbstverständlich durfte beim Ostschweizer Fenster die St.Galler Stickerei nicht fehlen. Die Besuchergruppe ging mit Ochsenbein einig. Die Kuppelhalle ist der architektonische Mittelpunkt des Bundeshauses. Sie wurde aus 15 verschiedene Gesteinssorten verarbeitet; hauptsächlich Kalksteine, (aus Staad) aber auch Marmor und Granit. (pd)

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Bildlegi: Die Besuchergruppe aus dem Rheintal in der Kuppelhalle: mit vorne von l. nach r: Nationalratskandidatin Isabel Schorer, Ständerätin Karin Keller-Sutter, Nationalrat Walter Müller und Nationalratskandidatin Kathrin Metzler. Foto pd

Keine soziale Hängematte

P1010142An der Hauptversammlung der FDP Ortspartei Au/Heerbrugg zeigte Thomas Pfeifer, Leiter der Sozialen Dienste eindrücklich auf, dass Menschen, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, kein Luxusleben führen können. Sämtliche Traktanden wurden diskussionslos genehmigt. 
AU-HEERBRUGG Der neue Vorstand hat im vergangen Jahr bewiesen, dass er gut zusammenarbeitet und mit Judith Pizzingrilli von einer initiativen Präsidentin geführt wird. 
Sie betonte in ihrem Jahresbericht, dass der überraschende Rücktritt von Gemeindepräsident Stefan Suter, damit verbunden die Suche nach einer neuen Person für das Gemeindepräsidium, ein gerütteltes Mass an Arbeit brachte. Unzählige Stunden hätten Hanspeter Stäheli und die Präsidentin zusammen mit den Delegationen von CVP und SVP Anforderungsprofile bearbeitet, Bewerbungen gesichtet und mit Kandidierenden Gespräche geführt. „Das Resultat ist bekannt, unser Kandidat unterlag deutlich. Wir hoffen, dass der neue Präsident die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen kann“, unterstrich die Vorsitzende. Mit Standaktionen an der Auer Kilbi und am Heerbrugger Herbstmarkt wurde das Gespräch mit der Bevölkerung gesucht und für die Spitalvorlagen geworben. Das Abstimmungsresultat war an Deutlichkeit nicht mehr zu schlagen. Der Aufwand hat sich also gelohnt, freute sich die Präsidentin. 
Die gut besuchte Besichtigung der Firma Biodenta in Berneck, ein Grillabend im Oberfahr, bei dem Hanspeter Scherrer Tipps für ein gutes Gelingen gab, und der Besuch der Kerzenfabrik Hongler boten Gelegenheit die Geselligkeit zu pflegen. Die Anlässe wurden von der Ortspartei Berneck organisiert. 
Schweiz-Eu: wie weiter
Diese Frage stand im Zentrum der kantonalen Toggenburger Tagung. Staatssekretär Yves Rossier, Schweizer Chefunterhändler in Brüssel zeigte die laufenden Prozesse auf,  nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative. Er verschwieg nicht, dass sich das Verhandlungsklima nach dieser Abstimmung abgekühlt habe. Für das laufende Jahr steht am 10. März der Besuch der Session im Bundeshaus Bern vor der Türe. Am 06. Juli verspricht die Betriebsbesichtigung von pro Verde in Rebstein ein tolles Programm.
Die Jahresrechnung 2014 schliesst mit Mehrausgaben von 868 Franken ab. Diese resultieren aus den Kosten für den Wahlflyer für die Ergänzungswahl in die GPK der Primarschulgemeinde. Der Jahresbeitrag bleibt unverändert bei Fr. 50.- für Einzelmitglieder und Fr. 70.- für Ehepaare. 
Kein Wohlfühlprogramm
Thomas Pfeifer gab den Versammelten Einblick in die Tätigkeit der Sozialen Dienste Au und beantwortete Fragen. Er wies darauf hin, dass es auf dem Gemeindegebiet sehr schwierig sei günstigen Wohnraum zu finden. Für eine dreiköpfige Familie dürfe der Mietzins nicht höher als 1200 Franken sein. Der Grundbedarf, also Nahrung, Telefon, Radio- TV Gebühren, Kleidung, Wasch- Putzmittel, Kosmetika, Zeitungsabo würden für drei Personen mit 1818 Franken vergütet. „Eine dreiköpfige Familie, welche mit 3018 Franken pro Monat auskommen muss, kann wahrlich kein Luxusleben führen, unterstrich Pfeife. Er betonte, dass die Armut bekämpft werden müsse und nicht die Armen. Als Gründe für die Abhängigkeit von der Sozialhilfe nannte er Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, Suchtprobleme, Alleinerziehende, Working Poor. 30 Prozent der Sozialhilfe Bezüger in Au sind Jugendliche. Im Jahr 2014 waren 216 Personen in der Sozial-und oder Sucht Beratung. Pfeifer wünscht sich einen respektvollen und menschlichen Umgang mit Menschen, die auf Hilfe der öffentlichen Hand angewiesen sind. (pd)

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Aufmerksame Zuhörer an der HV der FDP Ortspartei Au/Heerbrugg. (Foto pd)

Wachs gibt den Takt vor

BERNECK/AU-HEERBRUGG

Mit der Betriebsbesichtigung bei der Kerzenfabrik Hongler in Altstätten gelang es den Parteimitgliedern Einblick zu geben in ein altes Handwerk.

Beim Rundgang durch die Produktionsräume stellte die Besucherschaft fest: Das Wachs gibt den Takt der Arbeit an, es will gleichmässig verarbeitet und sorgfältig behandelt sein. Gemächlich erwärmt auf gut 60 Grad, wird es flüssig und kann von der Baumwolle des Dochtes quasi der «Seele», aufgenommen werden. 400 Meter Docht sind auf einer Trommel von etwa einem Meter Durchmesser aufgewickelt. Das eine Ende wird an einer zweiten Trommel festgemacht – dazwischen befindet sich die Wanne mit dem flüssigen Wachs. Wenn die Trommeln gedreht werden, zieht der Docht durch das flüssige Wachs, kühlt ab, wird auf der zweiten Trommel aufgewickelt, kehrt wieder zurück ins Wachs, legt bei jedem Durchgang einen Millimeter an Umfang zu. Ein Vorgehen, das dem Wachsmeister jahrelange Erfahrung abverlangt. Nischenprodukt
Fast weiss oder bernsteinfarben ist das Bienenwachs, manchmal gar braun. Bienenwachs ist teuer, statistisch betrachtet enthält nur noch jede fünfzigste Kerze Anteile dieses Sekrets aus den Wachsdrüsen der Insekten. Für ein Kilogramm Bienenwachs braucht es 150 000 Bienen, erklärte Gruppenführerin Rita Krucker der interessierten Besucherschaft. Das erklärt auch den hohen Preis der Bienenwachskerzen. Günstiger ist Stearin, das aus Pflanzenölen gewonnen wird. Am billigsten sind Kerzen aus Paraffin. Neun von zehn Kerzen sind aus diesem Erdölprodukt. Elfenbeinfarbene, lange, oft armdicke Kerzen von enormem Gewicht, lassen erahnen wie viele Stunden sich die Trommeln drehen mussten, bis zum Fertigprodukt. «Liturgische Kerzen», nach Mass gefertigt sind eine Nische, eine Spezialität der Kerzen Fabrik Hongler. Der Produzent kennt Länge und Durchmesser des Dorns aller Kerzenhalter auf den Altären. Nach diesen Angaben aus dem Archiv wird die Bohrung am Kerzenfuss angebracht. Der Fuss wird mit einem Stempel versehen, der den Bienenwachsanteil von 55 Prozent garantiert. Faszinierend war auch den Spezialisten, welche die Kerzen verzieren über die Schultern zu gucken. Selbstverständlich durfte abschliessend ein Rundgang durch den Fabrikladen nicht fehlen. (pd)
Bildlegi: Mit grossem Fachwissen führt Rita Krucker die Besucherschaft durch die Produktionsräume der Firma Kerzen Hongler in Altstätten. (Foto Judith Pizzingrilli)